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Insulinresistenz? Wie vorgehen.

Aktualisiert: 1. Mai

Bei einer Insulinresistenz reagieren die Körperzellen weniger empfindlich auf das Hormon Insulin. Insulin sorgt dafür, dass Zucker (Glukose) aus dem Blut in die Zellen gelangt, wo er als Energie genutzt wird. Wenn diese Wirkung nachlässt, bleibt mehr Zucker im Blut – der Körper produziert daraufhin noch mehr Insulin. Langfristig kann das zu erhöhtem Blutzucker, Gewichtszunahme und schließlich zu Typ-2-Diabetes führen.

Ernährung als Schlüsselstrategie

Die gute Nachricht: Insulinresistenz lässt sich in vielen Fällen durch eine gezielte Ernährungsumstellung deutlich verbessern.

LOGI-Methode

Die LOGI-Methode („Low Glycemic and Insulinemic“) setzt auf Lebensmittel, die den Blutzucker nur langsam ansteigen lassen. Dazu gehören:

  • Viel Gemüse und Salat

  • Hochwertige Eiweißquellen

  • Gesunde Fette

  • Weniger stark verarbeitete Kohlenhydrate

Ziel ist es, Insulinspitzen zu vermeiden und den Stoffwechsel zu entlasten.

Low Carb

Bei Low Carb wird die Aufnahme von Kohlenhydraten insgesamt reduziert. Der Körper ist dadurch gezwungen, mehr Fett als Energiequelle zu nutzen. Das kann helfen:

  • Blutzucker stabil zu halten

  • Insulinspiegel zu senken

  • Gewicht zu reduzieren

Ketogene Ernährung (Keto)

Die ketogene Ernährung ist eine sehr strikte Form von Low Carb. Kohlenhydrate werden stark eingeschränkt, sodass der Körper in die sogenannte Ketose wechselt. Dabei nutzt er Ketonkörper aus Fett als Hauptenergiequelle.Diese Ernährungsweise kann besonders effektiv sein, sollte aber gut geplant und idealerweise begleitet werden.

Ernährungsumstellung: Der wichtigste Schritt

Unabhängig von der Methode gilt:

  • Zucker und stark verarbeitete Lebensmittel reduzieren

  • Regelmäßige Mahlzeiten einhalten

  • Auf ausreichend Eiweiß achten

  • Gesunde Fette integrieren (z. B. Nüsse, Olivenöl)

Auch Bewegung spielt eine entscheidende Rolle: Muskelaktivität verbessert die Insulinempfindlichkeit direkt.

Metformin – wann Medikamente sinnvoll sind

Wenn Lebensstiländerungen allein nicht ausreichen, kann ein Arzt Medikamente wie Metformin verschreiben.Metformin wirkt unter anderem:

  • Senkend auf den Blutzucker

  • Verbessernd auf die Insulinempfindlichkeit

  • Hemmend auf die Zuckerproduktion in der Leber

Es ersetzt jedoch keine gesunde Ernährung, sondern ergänzt sie.

Ernährungsberatung vs. Arzt – wo liegt der Unterschied?

Ernährungsberatung:

  • Fokus auf individuelle Ernährungsstrategien

  • Praktische Umsetzung im Alltag

  • Langfristige Begleitung

Arzt:

  • Diagnosestellung (z. B. Insulinresistenz, Diabetes)

  • Medizinische Überwachung

  • Verschreibung von Medikamenten

Idealerweise arbeiten beide zusammen: Der Arzt kümmert sich um die medizinische Seite, während die Ernährungsberatung hilft, nachhaltige Veränderungen im Alltag umzusetzen.

Fazit

Insulinresistenz ist ernst zu nehmen, aber gut beeinflussbar. Mit der richtigen Kombination aus Ernährung, Bewegung und – falls nötig – medizinischer Unterstützung lässt sich der Stoffwechsel wieder ins Gleichgewicht bringen. Entscheidend ist, früh zu handeln und langfristig dranzubleiben.

Nahaufnahme grüner Blätter im Vordergrund, im Hintergrund unscharfe rosa Tulpen und ein sonniger, grüner Garten. Friedliche Stimmung.
A vibrant garden showcasing diverse plant life that promotes sustainability.



 
 
 

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