Insulinresistenz? Wie vorgehen.
- tamarabuelau
- 18. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 1. Mai
Bei einer Insulinresistenz reagieren die Körperzellen weniger empfindlich auf das Hormon Insulin. Insulin sorgt dafür, dass Zucker (Glukose) aus dem Blut in die Zellen gelangt, wo er als Energie genutzt wird. Wenn diese Wirkung nachlässt, bleibt mehr Zucker im Blut – der Körper produziert daraufhin noch mehr Insulin. Langfristig kann das zu erhöhtem Blutzucker, Gewichtszunahme und schließlich zu Typ-2-Diabetes führen.
Ernährung als Schlüsselstrategie
Die gute Nachricht: Insulinresistenz lässt sich in vielen Fällen durch eine gezielte Ernährungsumstellung deutlich verbessern.
LOGI-Methode
Die LOGI-Methode („Low Glycemic and Insulinemic“) setzt auf Lebensmittel, die den Blutzucker nur langsam ansteigen lassen. Dazu gehören:
Viel Gemüse und Salat
Hochwertige Eiweißquellen
Gesunde Fette
Weniger stark verarbeitete Kohlenhydrate
Ziel ist es, Insulinspitzen zu vermeiden und den Stoffwechsel zu entlasten.
Low Carb
Bei Low Carb wird die Aufnahme von Kohlenhydraten insgesamt reduziert. Der Körper ist dadurch gezwungen, mehr Fett als Energiequelle zu nutzen. Das kann helfen:
Blutzucker stabil zu halten
Insulinspiegel zu senken
Gewicht zu reduzieren
Ketogene Ernährung (Keto)
Die ketogene Ernährung ist eine sehr strikte Form von Low Carb. Kohlenhydrate werden stark eingeschränkt, sodass der Körper in die sogenannte Ketose wechselt. Dabei nutzt er Ketonkörper aus Fett als Hauptenergiequelle.Diese Ernährungsweise kann besonders effektiv sein, sollte aber gut geplant und idealerweise begleitet werden.
Ernährungsumstellung: Der wichtigste Schritt
Unabhängig von der Methode gilt:
Zucker und stark verarbeitete Lebensmittel reduzieren
Regelmäßige Mahlzeiten einhalten
Auf ausreichend Eiweiß achten
Gesunde Fette integrieren (z. B. Nüsse, Olivenöl)
Auch Bewegung spielt eine entscheidende Rolle: Muskelaktivität verbessert die Insulinempfindlichkeit direkt.
Metformin – wann Medikamente sinnvoll sind
Wenn Lebensstiländerungen allein nicht ausreichen, kann ein Arzt Medikamente wie Metformin verschreiben.Metformin wirkt unter anderem:
Senkend auf den Blutzucker
Verbessernd auf die Insulinempfindlichkeit
Hemmend auf die Zuckerproduktion in der Leber
Es ersetzt jedoch keine gesunde Ernährung, sondern ergänzt sie.
Ernährungsberatung vs. Arzt – wo liegt der Unterschied?
Ernährungsberatung:
Fokus auf individuelle Ernährungsstrategien
Praktische Umsetzung im Alltag
Langfristige Begleitung
Arzt:
Diagnosestellung (z. B. Insulinresistenz, Diabetes)
Medizinische Überwachung
Verschreibung von Medikamenten
Idealerweise arbeiten beide zusammen: Der Arzt kümmert sich um die medizinische Seite, während die Ernährungsberatung hilft, nachhaltige Veränderungen im Alltag umzusetzen.
Fazit
Insulinresistenz ist ernst zu nehmen, aber gut beeinflussbar. Mit der richtigen Kombination aus Ernährung, Bewegung und – falls nötig – medizinischer Unterstützung lässt sich der Stoffwechsel wieder ins Gleichgewicht bringen. Entscheidend ist, früh zu handeln und langfristig dranzubleiben.


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